Mittwoch, 28. Januar 2009

Vietnam - so unterschiedlich


ein paar Eindruecke von Vietnam







So nach unserer Weiterreise nach MUI NE, einem kleinen Urlauberparadies sind wir nun schon in SAIGON.
Zunaechst zu MUI NE:
Mui ne ist echt ein, wie soll ich sagen, Kitesurferparadies.


Als wir nach ca. 5 Stunden Busfahrt von DALAT ankamen, mussten wir am Strand ca. 100 Kitesurfer erblicken. Echt der Wahnsinn wie die das drauf haben. In Mui ne haben wir uns wieder nen Motorroller ausgeliehen und die Gegend erkundet. Zuerst ging es ca. 30 km in den Norden zu den weissen Sandduenen.



Echt schoen gewesen... Danach zu den roten Sandduenen und zum einheimischen Markt. Anschliessend sind wir mit einer Art Boot gefahren. D.h. als wir am Strand entlang liefen und hunderte von Muscheln durchstoebert haben (es gab wirklich alle Farben, rote, gelbe, orangene Muscheln) hat uns ein kleiner Junge zu einer Familie gefuehrt, die wir nach diesem Schalenboot gefragt haben und ab gings auch schon. Rein ins Boot und ab aufs Meer. Es war sehr interessant, wie der "Kapitaen" gerudert ist. Teilweise musste das Wasser aus dem Boot gescheffellt werden, damit wir nicht sinken :))

Zurueck in Mui Ne waren wir einen Abend mit den Maedels und Jungs in ner Disko, war eine echt coole Runde, so dass wir gegen 2 Uhr beschlossen hatten zunaechst in den Pool und dann ins Meer baden zu gehen :)


Am Folgetag haben wir bissl relaxt und sind dann auch weiter nach Saigon. Zunaechst wollte uns kein Bus fahren, da ja hier am 26.01 NEUJAHR ist und vieles geschlossen hat. So ist unserre Busgesellschaft, bei der wir das Ticket gebucht hatten auch nicht gefahren und wir mussten ein neues kaufen, sehr toll. Endlich angekommen in Saigon, sind wir positiv ueberrascht, von der Stadt und den Menschen... Viel freundlicher als im Norden.

Schnaps mit Schlangen drin (staerkt den Koerper)



Da wir an einem Abend Mr. Hong kenengelernt haben, der fuer uns im Restaurant umsonst gekocht hat und uns Bier spendierte, sind wir mit ihm zu den Vietnamtunneln gefahren und
haben uns die Verstecke der Vietnamesen im Krieg angeschaut.

im Tunnel sowie ein Tunneleingang und das Tunnelsystem


Familie, die uns zum Essen eingeladen hat und Mr. Hong bei der Tunnelbesichtigung


Auf der Fahrt vom Tunnel zur Familie und ein suesses vietnamesisches Kind


MR. Hong


Sehr zu empfehlen. Heute haben wir allein die Stadt durchlaufen und treffen uns gleich wieder mit den Maedels, mit denen wir in Mui Ne weg waren, denn Saigon ist ja so klein :)) dass wir uns heute zufaellig wiedergetroffen haben :))

Saigon und die seine Restaurants



So, bis bald

Mittwoch, 21. Januar 2009

Endlich kann ich mich wieder melden

Hallo alle zusammen,
und Gruesse aus Vietnam :))

Ich glaub das wird ein Rieseneintrag. Wo soll ich nur anfangen? Tage, Wochen sind vergangen. Seit dem 07. Januar sind wir nun in Vietnam und was soll ich sagen "es ist ein Erlebnis!!" Zunaechst sind wir in Hanoi im Backpackerhostel eingezogen und haben uns mit weiteren 8 Maedels einen Dorm geteilt. War mal wieder ein tolles Hostel. Hanoi ist ein Stadt, die man entweder liebt oder hast. Unsere erste Begegnung mit einem Vietnamesen war eher traurig. Wir wurden (wie so oft) auf der Strasse von einem angesprochen und sollten einen Reisefuehrer kaufen. Er meinte 18 Dollar (hier ist uebrigens fast immer alles in Dollar ausgezeichnet, kaum in Dong) Diese 18 Dollar waren natuerlich viel zu viel, so dass wir "nein danke" sagten. Das gefiel ihm anscheinend nicht und nachdem er uns ca. 10 Minuten gefolgt ist, endete das Gespraech mit "FUCK YOU!" Wir dachten nur, das faengt ja gut an. Leider sind wir allgemein von den Vietnamesen enttaeuscht. Vor allem in den Grossstaedten sind diese teilweise aggresiv und sehr unfreundlich. Erst nun in den kleineren Orten sind die Leute freundlich.
In Hanoi haben wir erstmal die Stadt erkundet. Zunaechst waren wir zu Fuss unterwegs und spaeter sind wir mit ner Riksha mitgefahren. Und da wir eben GLueckskinder auf dieser Reise sind und unser Rikshafahrer bei Rot ueber die Ampel ist, hatten wir erstmal nen kleinen Unfall. Ein Motorrad ist uns in die Seite gedonnert, aber nicht zu schlimm, so dass es gleich weiter ging.



Der Verkehr ist wahhhhnsinn :) und es ist interessant, was alles auf den kleinen Motorraedern transportiert wird. Neben Glasscheiben, Obst, Schraenken bzw. Schrankwaenden, ganzen Familien... wahnsinn.


Natuerlich haben wir uns das Hoh Chih Minh Mausoleum angeschaut.


Zumindest haben wir nach zwei interessanten Tagen die Stadt verlassen und sind in die Halong Bucht geduest. Ca. 3 Stunden von Hanoi aus in Richtung Osten. Am Hafen angekommen, gings auf ein super tolles Boot (eher Partyschiff) und dann ab durch die Bucht zum Kajakfahren. Wir hatten super schoenes Wetter und haben die Tour sehr genossen. Schon schoen anzusehen, wie die Felsen aus dem Wasser herausragen.


In der Bucht waren wir zwei Stunden Kajakfahren und wir haben gedacht unsere Arme fallen ab. Am Abend gabs neben super vielem Essen noch Trinkspiele, die wir vermieden haben, da uns die Kohle zu schade war und dann gings ab in die Kabine. Am zweiten Tag haben wir auf der Insel "Cat Ba" genaechtigt. Waren Hiken (wo nicht immer alles so sicher aussah (siehe Bilder)) und am Strand. Waren paar schoene Tage... -



Nach der Halong Bucht gings wieder direkt nach Hanoi und ueber Nacht (wir haben uns das Hop-On-Hop-Off-Ticket geholt, mit dem wir bis nach Saigon je nach Lust und Laune, egal an welchem Tag einen Bus nehmen koennen) nach Hue gefahren. Die Nachtbusse sind der Hammer :) So was hab ich noch nie gesehen und so was gabs nicht einmal in Suedamerika. Es gibt drei Reihen im Bus, jeweils Doppelstockbetten. Man liegt, wie im Bett ziemlich bequem und mit den Fuessen immer beim Vodermann unter dem Kopf


In Hue wurden wir an einem Hotel rausgeschmissen, in welchem wir gleich geblieben sind. Die Unterkuenfte in ganz Vietnam sind der Hammer. In halben Luxushotels haben wir geschlafen und das fuer 3 Dollar pro Person und Nacht. In Hue haben wir dann ne Tour mit den EASY-Ridern gemacht, das sind Typen auf Motorraedern, die einen durch die Gegend fahren und einem alles zeigen. Als Einheimische wissen die natuerlich wo es was zu sehen gibt. Also Helm auf und ab gings durch die Stadt, Reisfelder, Museen,... war auch ein echt schoener und erlebnisreicher Tag.. Vietnam mal von einer anderen Seite, denn die Touren in den Reisebueros sind eben immer leider sehr touristisch (und teuer :)



Natuerlich gabs auch Kultur und die jungen Moenche in den Tempeln haben mich persoenlich sehr beeindruckt, vor allem ihre Frisuren...


Doch am besten war die Omi im "Reismuseum" :)) Ich war hin und weg und wir mussten mit der Susi viel lachen. Unser Easy-Rider hat uns in einem fast unverstaendlichem Englisch alles erklaert (war aber suess, dass er sich so viel Muehe gegeben hat) und die Omi hat dazu immer die Praxis gezeigt. Die ging ab kann ich euch sagen!! :)) Sie hat teilweise dazu gesungen, war echt genial.


Nach HUE gings mit dem Bus weiter nach HOI AN, der Schneiderstadt um schon einmal vorzugreifen. In Hoi An hatten wir wieder ein tolles Hotel, mit Fernseher, wo wir einfach an einem Abend auch den Zimmerservice ausprobieren MUSSTEN :)) Die Stadt selbst ist sehr touristisch und es ist krass anzusehen, wie drumherum viele neue Hotels vor allem am China-Beach gebaut werden. Ganze Resorts mit riesen Mauern. In Hoi An haben wir einen Baecker gefunden und haben erstmal den halben Tag dort verbracht. Sandwich mit Salami, Kuchen und nen Apfelcake zum Nachtisch, sooooo lecker :) Am Folgetag haben wir uns einen Roller ausgeliehen und Jaaaa wir sind selbst gefahren. Natuerlich Automatikschaltung :) Erst bin ich ein ne Runde allein ums Hotel und dann mit der Susi einfach losgeduest, spaeter haben wir gewechselt und nun sind wir kleine Profifahrer. Mitten auf der Strasse, nach ca. 2km Fahrt, kam ne junge Kirsche und fragte uns "Where are you from?" Mitten im Fahren antworteten wir natuerlich.


Da wir noch nicht genau wussten wo wir hinwollen, meinte sie wir koennen ihr folgen und nach 15 Minuten kamen wir an den Marmorbergen an. Wahnsinn, was alles aus Marmor hergestellt wird und was davon wieder auf Motorraedern transportiert wird.



An einem Tag sind wir auch mit dem vom Hotel fuer umsonst gestellten Fahrraedern ne Runde gefahren. Waren zwar froh, dass diese nicht auseinander gefallen sind, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt... durch Kuhherden, vorbei an Maerkten und am Strand.


Hoi An, wie gesagt, ist eine Schneiderstadt. Man kann sich wirklich ALLES schneidern lassen. Such dir ein Bild von nem Kleid aus und exakt das Gleiche bekommst du massgeschneidert. Ich hab mir auch nen Anzug schneidern lassen und ein paar Schuhe. Leider mussten wir aber wieder ne schlechte Erfahrung machen, denn Susi Schuhe entsprachen nicht dem, was wir bestellt hatten und naja nach langen Hin und Her und zahlreichen Diskussionen ist der Typ einfach abgehauen (um es sehr kurz zu fassen) Die Vietnamesen sind einfach, wenn es ums Geld geht, gerade in den Staedten erbarmungslos. Manchmal koennt ich denken der Tourismus kann denen gar nicht gut tun.
Nach Hoi An gings wieder mit dem Nachtbus weiter nach NHA TRANG und endlich wieder Sonne und Strand (hatten das schon alles sehr vermisst) Hotel wieder toll und guenstig. Ich muss sagen, dass der vietnamesische Kaffee, der beste ist, den ich bisher getrunken habe. Echt toll im Geschmack. Oft wird hier statt normaler Milch diese suesse Milch benutzt, wie wir sie frueher bei den Tschechen geholt haben, lecker :) Am Strand kann man auch immer viel Obst kaufen. Die Frauen laufen mit ihren Koerben den ganzen Tag am Strand auf und ab. An einem Tag mussten wir miterleben, wie eine Verkaeferin sich vor der Polizei verstecken musste,natuerlich gerade,als wir was kaufen wollten. Da wir in einer kleinen Duene sassen, konnte sie sich bei uns ganz gut verstecken. Da diese Verkaeuferinnen ja alles an der Steuer vorbei verkaufen, nehmen die Polizisten denen teilweise ihre Koerbe weg und verjagen sie vom Strand. Wir muessen aber sagen, WENN die Polizei das immer so ernst meint und mal RICHTIG schauen wuerde, haette sie bei solchen Aktionen auch mehr Erfolg... :)


In Nha Trang haben wir erneut Fahrraeder ausgeliehen und sind quer durch die Stadt und auch quer durch den Verkehr. Man bekommt halbe Herzstillstaende, wenn so ein riesen LKW neben einem hupt!!! Allgemein der Verkehr macht einen verrueckt. Es gibt eigentlich keine Verkehresregeln. Bei Rot an der Ampel, in die entgegengesetzte Richtung wird gefahren, Licht gibt es abends kaum, Helme sind meistens ein Fremdwort und nur eine Person bzw. zwei auf dem Roller sind auch zu einfach, am besten fuenf, also Mama, Papa und Kiddies ABER fast immer mit Mundschutz, das scheint eher Pflicht zu sein :) Kann ich aber auch bei der Luft hier, vor allem in den Staedten auch gut verstehen. Auf den Strassen kann man kaum atmen.
Als wir mit dem Rad durch Nha Trang sind, haben wir wieder an einer der zahlreichen Strassenkuechen gegessen (haben uns aber wieder unwillkommen gefuehlt) Haben uns "wieder" :) nen Tempel angeschaut UND den Riesenbuddha, der war krass.


Wer lust auf Schwein hat, der kann dies auch von der Strasse kaufen :)


Nach unser Stadttour sind wir abends mit Margit und Sabine aus Oesterreich und ein paar anderen Leuten essen gewesen. War ein tolles Menue, leider bissl zuuu teuer, aber lecker. Neben Fisch, Shrimps, Huehnchen, Reis, Gemuese, Muscheln... wurde sooooo viel auf den Tisch gestellt, dass wir danach fast geplatzt sind. Die Frauen in der Kueche,bzw. in dem Restaurant, ca. 10 an der Zahl, waren so nett. Als wir ankamen, haben sich sofort alle auf uns gestuertzt und da hier kaum jemand englisch kann, haben wir und auch sie mit Haenden und Fuessen versuicht zu erklaeren, was wir gern essen wollen. Sie zeigten uns sogar nen lebenden Hahn vom Hinterhof, den sie fuer uns geschlachtet haetten. Wir mit Susi mussten in der Kueche so herzlich lachen, vor allem als die Koechin mit diesem "Vieh", welches noch gegaggert hat, ankam. Echt lustig.


Nach dem Essen gings bei mir leider nicht mehr ganz so lustig weiter. Leider hab ich nen kleinen Schwaecheanfall gehabt. Keine Ahnung von was, aber mir war kurz schlecht und auf dem Weg zur Toilette bin ich kurzer Hand einfach mal umgekippt. Keine Sorgen machen, denn mir gehts wieder blendend. War einfach der Tag, der mir vielleicht nicht ganz so willkommen ist... Ich muss das auch kurz erzaehlen, weil es krass, echt krass war, was diese 10 Frauen aus dem Restaurant mit mir veranstaltet haben. Als sie sahen, dass ich umkippe, kamen die zu mir gerannt, haben mich auf einen Stuhl geschmissen :) und angefangen zu massieren!! Leider war das keine normale Massage, sondern eine halbe "Vergewaltigung" Ok ich war nicht ganz da, aber muss man mich deswegen soooo kneifen und quaelen?? Mir ging es sehr schnell wieder gut, aber dafuer seh ich nun aus, als haette mich jemand verpruegelt. Ich war auf jeden Fall dankbar, dass sie sich so schnell um mich gekuemmert haben und sich Muehe gegeben haben mich wieder "aufzurichten", haette aber auch bissl weniger sein koennen :)) (auf dem Bild das ist nur eine Seite meines Korpers :) Die haben ueberall hingekniffen :))


Nach Nha Trang gings heute weiter nach DALAT, einem kleinerem Ort mitten in den Bergen. Heute haben wir nur den Markt gesehen, der mal wieder beeindruckend war. Uebrigens essen die hier Eier, in denen das Kuecken schon fast fertig ist. D.h. man bekommt so ein Ei auf der Strasse, einen Loeffel dazu und kann man das halbfertige Huhn ausloeffeln. Soll aber wie ein normales Ei schmecken. Wir haben uns noch nicht getraut zu kosten.


Neben vielen Suppen, wie PHO (Reisnudeln mit Kraeutern und bissl Fleisch) kann man hier ziiich verschiedene Essen probieren. Ueberraschenderweise gibt es auch viel Baguettes, durch den franzoesischen Einfluss. Aber leckeres Essen!!

... UND MUTTI DIR WOLLT ICH NOCH WAS SAGEN
"HAB DICH VERDAMMT LIEB!!!"




Also, nach den Zeilen hoffentlich wieder bis bald, denn bis heute konnten wir nirgends in Vietnam unsere Seite oeffnen.
Liebe Gruesse nach Hause.